ADISA nur für dich

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nur für dich

26.08.2011.

Die Kleine, die Feine, die Reine, die Eine

.
Die Rose, die Lilje, die Taube, die Sonne,
Die liebt ich einst alle in Liebeswonne.
Ich lieb sie nicht mehr, ich liebe alleine
Die Kleine, die Feine, die Reine, die Eine;
Sie selber, aller Liebe Bronne,
Ist Rose und Lilje und Taube und Sonne.


.
Heinrich Heine

(1797-1856)

21.02.2010.

Durch dich bin ich geboren

O wie viel Leben, wie viel Zeit Hab ich, als kaum beseelt, verlohren, Eh mich die Gunst der Zärtlichkeit Begeistert und für dich erkohren! Nun mich dein süßer Kuß erfreut, O nun belebt sich meine Zeit! Nun bin ich erst gebohren! . Friedrich von Hagedorn (1708-1754)

03.11.2009.

LIEBESLIED

Dein Mund, der schön geschweifte,
Dein Lächeln, das mich streifte,
Dein Blick, der mich umarmte,
Dein Schoß, der mich erwarmte,
Dein Arm, der mich umschlungen,
Dein Wort, das mich umsungen,
Dein Haar, darein ich tauchte,
Dein Atem, der mich hauchte,
Dein Herz, das wilde Fohlen,
Die Seele unverhohlen,
Die Füße, welche liefen,
Als meine Lippen riefen -:
Gehört wohl mir, ist alles meins,
Wüßt nicht, was mir das liebste wär,
Und gäb nicht Höll noch Himmel her:
Eines und alles, all und eins.

.

Klabund (Alfred Henschke)
(1890-1928)

03.11.2009.

Herz in Liebe

Wie eine Sonn' in Gluth,
So flammt das Herz in Liebe,
Und wie ein Meer in Fluth,
So wogen Sehnsuchtstriebe.

Wohl hängen Wolken schwer
Hoch ob der Liebeswonne:
Doch bleibt sie tief wie das Meer
Und ewig wie die Sonne.

.
Helene Branco (Ps. Dilia Helena)
(1816-1894)

06.05.2009.

Mein Herz

Es ist Nacht,
und mein Herz kommt zu dir,
hält's nicht aus,
hält's nicht aus mehr bei mir.

Legt sich dir auf die Brust,
wie ein Stein,
sinkt hinein,
zu dem deinen hinein.

Dort erst,
dort erst kommt es zur Ruh,
liegt am Grund
seines ewigen Du.


.
Christian Morgenstern (1871-1914)

31.03.2009.

Du bist ja mein, ich bin ja dein …

Du bist ja mein, ich bin ja dein,
Und unser ist die Welt!
Die Sonne schaut ob unsrem Haupt,
Wohin es ihr gefällt;
Allein, so weit ihr Auge reicht:
Sie sieht kein Glück, das unsrem gleicht.

.
Sandor Petöfi (1823-1849)

31.03.2009.

Sel'ge Nacht!

Sel'ge Nacht! Ich weil' bei meiner süßen Braut,
Hier im kleinen Garten plaudern wir so traut;
Ringsum Stille, nur im Dorf tönt Gebell,
Hoch am dunkeln
Himmel funkeln
Mond und Sterne zauberhell.

Keinen braven Stern besäß' an mir die Welt;
Weiß es Gott, mich litt' es nicht am Himmelszelt,
Was auch frommte mir des Himmelsreiches Pracht!
Immer wieder
Flög' ich nieder
Her zum Liebchen alle Nacht.

.
Sandor Petöfi (1823-1849)

25.01.2009.

Wie nenn' ich dich?

Wie nenn' ich dich,
Wenn in des Träumens Dämmerdunkel
Den Abendstern in deinem schönen Aug'
Mein Auge voll Bewunderung schaut,
Als sähe jetzt ich ihn zum erstenmal -
Den schimmernden,
Von dem jedweder Strahl
Ein Bach der Liebe ist,
Der sich in meiner Liebe Meer ergießt -
Wie nenn' ich dich?

Wie nenn' ich dich,
Wenn mir entgegen flattert
Dein Blick,
Die sanfte Taube,
Von der jedwede Feder
Ein Ölzweig ist des Friedens,
Von dem berührt, so wohl mir wird!
Weil weicher er als Seide,
Und als ein Wiegenpfühl …
Wie nenn' ich dich?

Wie nenn' ich dich,
Ertönet deiner Stimme Klang,
Der Klang, von dem, wenn ihn vernehmen könnten
Des Winters kahle Bäume,
Sich diese rasch mit grünem Laub bedeckten,
Im Wahn, es sei
Der Frühling schon gekommen,
Ihr längst erwarteter Erlöser,
Weil Nachtigallenschlag ertönt …
Wie nenn' ich dich?

Wie nenn' ich dich,
Berühren meine Lippen
Die flammenden Rubine deines Munds,
Und unsre Seelen in des Kusses Glut verschmelzen,
Wie Nacht mit Tag vom Morgenglühen,
Wenn meinem Blick der Raum entschwindet,
Und die Zeit,
Und all ihre geheimen Seligkeiten,
Auf mich entlädt die Ewigkeit …
Wie nenn' ich dich?

Ich nenne Dich mein Schichsal.
.
Sandor Petöfi
(1823-1849)

28.10.2008.

An meine Schöne

Sternengold entreiß ich dem nächtlichen All,
schmiede draus ein leuchtendes Diadem,
und um deine züchtige Stirne
flecht ich mit zitternder Hand es, Geliebte!

Sonnengold entwend ich dem Tagesgestirn,
winde draus einen siebenfach strahlenden Ring,
und an deine Hand, die reine,
füg ich in sprachlosem Glück ihn, Geliebte!

Blütenduft erhasch ich und Mondenglanz,
webe draus einen schimmernden Schleier dir,
und um deine Gestalt, die keusche,
lege ich zärtlich und leis ihn, Geliebte!

Was mir etwa entfiel beim wonnigen Werk,
raff ich auf und spinne mir Saiten draus,
süße, selige Weisen tönend -
alle für dich nur, für dich nur, Geliebte!

.

Christian Morgenstern (1871-1914)

28.10.2008.

Meine Lieder

Wie die Wolken an der Erde hängen Tag und Nacht,
So umdrängen dich meine Gedanken.
Die Nachtigallen loben dich,
Und ich schreibe ihre Lieder ab.

.

Max Dauthendey (1867-1918)

11.09.2008.

Du bist mein liebster Stern

Du liegst mir so gern im Arme,
Du liegst mir am Herzen so gern!
Ich bin dein ganzer Himmel,
Du bist mein liebster Stern.
.
Heinrich Heine (1797-1856)

11.08.2008.

Meine Lieder

Ich wollte, meine Lieder
Das wären Blümelein:
Ich schickte sie zu riechen
Der Herzallerliebsten mein.

Ich wollte, meine Lieder
Das wären Küsse fein:
Ich schickt sie heimlich alle
Nach Liebchens Wängelein.

Ich wollte, meine Lieder
Das wären Erbsen klein:
Ich kocht eine Erbsensuppe,
Die sollte köstlich sein.

.

Heinrich Heine (1797-1856)

28.07.2008.

Erstes Erblicken

Gelobt die Stunde, da ich sie erkannte,
Die Leib und Seele mächtig mir bezwungen,
Wo ich gebannt zu ihr die Sinne wandte,
Die sie durch ihre Tugend mir entrungen!
Daß ich ihr folgen muß, nicht anders kann,
Das wirkte ihre Schönheit, ihre Güte
Und ihres Lachemundes rote Blüte.
.
Walther von der Vogelweide (um 1170 - 1230)

17.06.2008.

Lied der Liebe

Durch Fichten am Hügel, durch Erlen am Bach,
Folgt immer dein Bildnis, du Traute! mir nach.
Es lächelt bald Wehmuth, es lächelt bald Ruh',
Im freundlichen Schimmer des Mondes mir zu.

Oft hab' ich, im Traume, als die schönste der Feen,
Auf goldenem Throne dich strahlen gesehn;
Oft hab' ich, zum hohen Olympus entzückt,
Als Hebe dich unter den Göttern erblickt.

Mir hallt aus den Tiefen, mir hallt von den Höhn,
Dein himmlischer Name wie Sphärengetön.
Ich wähne den Hauch, der die Blüten umwebt
Von deiner melodischen Stimme durchbebt.

Ich liebe Dich.
07.06.2008.

Wie ich dich liebe?

Wie ich dich liebe? Laß mich zählen wie.
Ich liebe dich so tief, so hoch, so weit,
als meine Seele blindlings reicht, wenn sie
ihr Dasein abfühlt und die Ewigkeit.

Ich liebe dich bis zu dem stillsten Stand,
den jeder Tag erreicht im Lampenschein
oder in Sonne. Frei, im Recht, und rein
wie jene, die vom Ruhm sich abgewandt.

Ich liebe Dich Adisa


Stariji postovi

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